TrackR Bravo

Ebenso wie viele andere Projekte der Neuzeit sind auch die Produkte von „The TrackR“ über Kickstarter ins Rollen gekommen. Nachdem das Finanzierungsziel bereits 2014 rasant erfüllt wurde, konnten die beiden Gründer mit ihrem Vorhaben starten. Es sollten kleine Geräte werden, die als Schlüsselanhänger oder versteckt an Gegenständen es dem Besitzer ermöglichen, diese im Falle eines verlieren wiederzufinden. Mit dem „Passiv-GPS“, was in aller Munde als Crowd-GPS bekannt ist, senden die kleinen Geräte kein eigenes Signal an einen Server, sondern jedes kompatible TrackR Gerät lokalisiert die Geräte in der Umgebung und sendet den Standort des letzten Kontakts an den Server. In Gegenden, wo das Crowd-GPS nicht weit verbreitet ist, kann es dann ein wenig dauern bis man sein vermissten Gegenstand wiederfindet.

Ich habe mich bereits früh für dieses Thema interessiert, jedoch hatte ich kein Anwendungsbereich gesehen, wo ich diese Produkte einsetzen könnten. Durch meine Familie und mein Hobby dem Segelfliegen, habe ich jedoch diesen Gap schließen können. Schlüssel lassen sich nämlich leicht verlegen und da wäre ein aufspüren innerhalb der Wohnung (oder auf dem Flugplatz 1200 x 275m) ein leichtes, wenn man einen TrackR Bravo zur Hand hat.

Entschluss gefasst, und bei einer Aktion im Oktober 2016 vier TrackR Bravo bestellt, weitere sechs sollten gratis beigelegt werden, inklusive Zubehör wie Wasserfester Hülle und einem Schlüsselanhänger. Bestellung wurde abgesetzt, Zahlungsbetrag via Amazon Payments bezahlt und die Zeit bist zur Lieferung konnte nicht schnell genug vergehen!! Und hier war das Problem. Insgesamt habe ich mehr als drei Monate gewartet, x-fach den Support über einen Bestellung ausgefragt und zu guter Letzt das Social-Media Team zur Verzweiflung gebracht. Mit viel Bitte Bitte, und auch ein wenig Verständnis und auch klaren Worten konnte dann Ende Dezember / Anfang Januar (Genau weiß ich es nicht!) meine Bestellung versendet werden. Als Trostpflaster sollte ich jedoch weitere Free Gifts erhalten, damit sich das Warten gelohnt hat.

Nun ist das Päckchen angekommen (ein Abholtermin beim Zoll war notwendig), aber nun habe ich meine TrackR Bravos in der Hand. Die ersten Eindrücke sind gut! Die Einrichtung ist einfach, die App ist übersichtlich und nun folgt der Praxistest.

Die ersten zwei Monate sind vorbei und die erste Euphorie hat sich gelegt. Bisher habe ich meine wesentlichen Alltagsgegenstände damit ausgestattet (Notebook-Hülle, Schlüsselbund, Reiserucksack, …) und ich kann jeder Zeit per App sehen wo sich diese Gegenstände befinden. Dies ist ein wenig Spaßbefreit, wenn man alle Gegenstände nahezu immer mit dabei hat. Darum unterstützt mich meine Freundin bei einem Versuch. Sie hat in Ihrem Rucksack ebenfalls ein Trackr Bravo, nutzt jedoch nicht die App, sodass die GPS Daten übertragen werden können.

Bisheriges Fazit: Die Idee von Trackr ist gut, jedoch sind bisher noch zu wenige Geräte aktiv, die eine Übertragung der GPS Daten ermöglichen. Selbst in einer großen Stadt wie Hannover, gibt es einfach zu wenige Anwender. Ich selbst nutze keine Hintergrundaktualisierungen auf meinen iOS Geräten, und damit ist die Synchronisation von Trackr Geräten und dem Server auch von meiner Seite aus nicht möglich. Dennoch: In den eigenen vier Wänden oder wenn man einen Schlüsselbund verlegt hat, ist das Gerät gut geeignet. Selbst wenn man nur eine grobe Richtung hat, geht man einfach drauf los und sicherlich schon nach kurzem wird man einen aktualisierten Punkt auf der Karte sehen. Mit dem aktivieren des Signalton, wird man dann auch akustisch auf den Schlüsselbund aufmerksam gemacht. Ich hoffe, dass bald Plattform unabhängig die Geräte gefunden werden können und die Daten somit zum Server finden, denn die Idee ist sehr gut – an der Umsetzung hängt es noch ein wenig.

Update 10.07.2017:

Nun ist mehr als ein halbes Jahr ins Land gegangen, und meine Einstellung dem Produkt TrackR gegenüber hat sich nicht gebessert. Was ist geschehen? Leider nur wenig, denn die ersten Geräte die ich im Einsatz hatte sind mangels leerer Batterie ausgefallen. Eine Warnung gab es nicht, von daher wurde ich leider davon überrascht.

Für einen richtigen Test, über lange Entfernungen habe ich einem Bekannten einen TrackR Bravo mitgegeben, als er meine GoPro in die USA mitgenommen hat. Die Reise sollte 10 Tage dauern und einmal Quer durchs Land gehen. Wie häufig wurde der TrackR im Land der Erfinder geortet? Sage und schreibe 1x – Am Airport in New Orleans. Für mich sind die Geräte ein nettes Gadget für den Alltag, jedoch nur innerhalb der eigenen vier Wände. Eben dort, wo man mit seinem Smartphone auch die Chance hat die Geräte wiederzufinden. Die Idee hat definitiv potential, die Umsetzung sollte noch verbessert werden und das Trägersystem für die Ortung müsste auf deutlich breitere Beine gestellt werden, damit auch eine realistische Chance besteht, einen verlorengegangene Schlüssel wiederzufinden.

Quelle Beitragsbild und aus dem Blogbeitrag: TheTrackR.com

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